Szenenfoto einer Musical-Aufführung: Zwei Protagonistinnen lächeln sich zu, während im Hintergrund ein Ensemble mit ausgestreckten Armen vor einer Ziegelwand tanzt.

The Prom: Das Musical (März 2026)

Künstlerische Leitung & Regie
Lisa Kobylorz
Musikalische Leitung & Dirigat
David Welfens
Chorleitung
Felix Schirmer, David Welfens
Veranstaltungsort
Bayer Erholungshaus (Leverkusen)

Foto: Valerie Jendryke

It’s time to celebrate love. Ein Zeichen für Vielfalt, ein mitreißendes Bühnenerlebnis und eine Geschichte, die das Herz berührt: Mit der Broadway-Produktion „The Prom“ brachte das Junge Musical Leverkusen im März 2026 eine ebenso aktuelle wie bewegende Inszenierung auf die Bühne des Erholungshaus Leverkusen.

Bühnenszene mit Moderator und Darstellenden: Eine Frau im roten Kleid und ein Mann im auffälligen Anzug stehen im Mittelpunkt.

Dee Dee Allen (hier gespielt von Franziska Neuhaus) und Barry Glickman (hier gespielt von Manuel Ihm) stehen im Rampenlicht – der Premierenabend wird zur Bühne für ihre Rückkehr ins Scheinwerferlicht.

Foto: Sebastian Hartmann

Zwischen glitzernden Showmomenten und tiefgründigen Emotionen feierte das Ensemble die Botschaft, dass Liebe keine Grenzen kennt. Es war eine Reise von der konservativen Provinz Indianas bis ins Rampenlicht der Selbstakzeptanz, getragen von leidenschaftlicher Musik und einem unbändigen Gemeinschaftsgeist.

Mut zur Haltung: Eine moderne Geschichte über Akzeptanz

Im Zentrum der Inszenierung steht die Schülerin Emma Nolan, deren sehnlichster Wunsch, mit ihrer Freundin den Abschlussball zu besuchen, eine ganze Kleinstadt in Aufruhr versetzt. Was als lokaler Konflikt beginnt, entwickelt sich durch die Ankunft einer Gruppe exzentrischer Broadway-Stars zu einer turbulenten und humorvollen Auseinandersetzung mit Vorurteilen und wahrer Nächstenliebe.

Ensemble tanzt vor einer Kulisse mit einem Laden im Stil eines 7-Eleven, mehrere Personen bewegen sich in unterschiedliche Richtungen.

Vor dem 7-Eleven entfaltet sich die Energie des Ensembles. Trent Oliver (hier gespielt von Tom Neuhaus) überzeugt die Jugend von Indiana.

Foto: Sebastian Hartmann

Das Stück wagte den Spagat zwischen rasantem Humor und der sensiblen Darstellung queerer Realitäten, wobei die Entwicklung der Figuren stets im Vordergrund stand. Für das Ensemble war die Wahl dieses modernen Stoffes ein bewusster Schritt, um gesellschaftlich relevante Themen mit der Strahlkraft des Musicals zu verbinden.

Bunte Musicalszene auf einer Bühne: Eine Gruppe von Jugendlichen in glitzernden Kostümen tanzt, während zwei Mädchen im Vordergrund sich küssen und vom Ensemble jubelnd umgeben sind.

1 von 9 – Foto: Sebastian Hartmann

Drei Personen in auffälligen Kostümen agieren vor einer Kulisse aus Schulspinden auf einer Theaterbühne.

2 von 9 – Foto: Sebastian Hartmann

Vier elegant gekleidete Personen auf einer Theaterbühne blicken gespannt und besorgt auf ein Smartphone.

3 von 9 – Foto: Sebastian Hartmann

Eine Gruppe von Schauspielerinnen singt und tanzt energisch in bunten Hosen und T-Shirts mit der Aufschrift "I love Lesben", während sie bunte Tücher in die Luft schwingen.

4 von 9 – Foto: Valerie Jendryke

Eine Tanzgruppe performt auf einer Bühne, wobei eine Frau im Zentrum in einem gelben T-Shirt mit der Aufschrift "I love Lesben" und gestreifter Hose ein Tamburin hochhält.

5 von 9 – Foto: Valerie Jendryke

Mehrere Personen halten Mikrofone und Kameras auf eine sprechende Frau gerichtet, wie bei einer Pressekonferenz.

Mrs. Greene steht vor der Presse (hier gespielt von Katalin Herres). Während sie spricht, wird aus Emmas Geschichte ein öffentlich verhandeltes Thema.

6 von 9 – Foto: Sebastian Hartmann

Tanzszene in einer Schulkulisse: Gruppe von Jugendlichen springt synchron mit erhobenen Armen auf der Bühne.

Die Schüler*innen bereiten sich auf den Abschlussball vor – zwischen Vorfreude, Gruppendynamik und unausgesprochenen Spannungen

7 von 9 – Foto: Sebastian Hartmann

Theaterszene mit Demonstration: Personen halten Schilder mit Botschaften wie "Born this Gay" und "Wish you were queer"

Die Gruppe Broadway-Stars treffen auf die Schulverantwortlichen – in der Konferenz prallen konservative Werte und neue Perspektiven aufeinander.

8 von 9 – Foto: Sebastian Hartmann

Zwei Frauen stehen neben einer Garderobe mit Kleidung und sprechen miteinander, während im Hintergrund getanzt wird.

Emma (hier gespielt von Bruna Borges Barros) und Alyssa (hier gespielt von Janine Rader) in einem ruhigen Moment abseits des Schulgeschehens.

9 von 9 – Foto: Sebastian Hartmann

Innovation auf der Bühne: Ein visuelles und musikalisches Feuerwerk

Technisch setzte die Produktion neue Maßstäbe für den Verein und markierte die bisher aufwendigste Umsetzung. Anstelle klassischer Kulissen prägte eine imposante LED-Wand das Bühnenbild, die fließende Szenenwechsel ohne Dunkelpausen ermöglichte. Besonders eindrucksvoll zeigte sich dieses Konzept in Momenten wie dem Song „Unruly Heart“, in dem digitale Ebene und reales Spiel zu einem harmonischen Ganzen verschmolzen.

Eine Theaterbühne mit einer großen Projektion der Zahl 1.347.767 und sechs Schauspielern, die einzeln in leuchtenden Smartphone-Rahmen stehen.

Das Zusammenspiel von LED-Wand und Gaze schafft eine immersive Tiefe, bei der digitale Projektionen und reales Spiel fließend ineinandergreifen.

1 von 3 – Foto: Valerie Jendryke

Eine Gruppe von Darstellern steht auf einer dunklen Bühne, während im Hintergrund digitale Fenster mit Gesichtern, ein Textfeld und die Zahl 1.785.496 projiziert werden.

2 von 3 – Foto: Valerie Jendryke

Eine Theaterbühne mit einer großen Videoprojektion aus zahlreichen Porträt-Kacheln, Textnachrichten und der Zahl 3.825.556, vor der eine einzelne Person im Scheinwerferlicht steht.

3 von 3 – Foto: Valerie Jendryke

Ein weiteres Highlight bildete die bewusste Inszenierung des „Akzeptanz“-Songs: Hier prallte das exzentrische Broadway-Gefühl auf die konservative Welt Indianas – laut, bunt und gewollt „drüber“. Dass die Stars in dieser ehr improvisierten Bühnennummer sogar buchstäblich über die Bühne flogen, unterstrich den schrillen Kontrast der Welten.

Eine Theaterbühne mit vielen Darstellern, gerahmt von Neonbögen und zwei Bildschirmen, wobei eine Person im Zentrum im Nebel an Seilen nach oben gezogen wird.

Der punktuelle Einsatz von Flugwerk und Seilzug verstärkt den schrillen Broadway-Charakter der Szene und schafft ein buchstäbliches Highlight, das die humorvolle Distanz zwischen den Welten visuell zuspitzt.

Foto: Valerie Jendryke

Diese technische Premiere wurde durch die enge Zusammenarbeit mit der Firma Latteyer und den Fachkräften des Erholungshauses ermöglicht. Trotz der künstlerischen Extravaganz standen höchste Sicherheitsstandards an erster Stelle. Dank der professionellen Unterstützung der Veranstaltungstechnik vor Ort konnten die komplexen Flugeffekte und die moderne LED-Technik reibungslos in das Spiel integriert werden, was die Produktion auf ein neues technisches Niveau hob.

Zahlreiche Darsteller tanzen und stehen in glitzernden Kostümen auf einer Bühne mit grünen Lichtern, Vorhängen und einer Discokugel vor Publikum.

1 von 5 – Foto: Valerie Jendryke

Großes Ensemble in gelben T-Shirts mit Aufschrift "I love Lesben" tanzt vor bunten Projektionen mit Regenbogenmotiv.

2 von 5 – Foto: Sebastian Hartmann

Eine Person in einem aufblasbaren Dinosaurier-Kostüm steht auf einer Bühne im Scheinwerferlicht, während zwei Personen von einem Balkon aus auf sie zeigen.

3 von 5 – Foto: Valerie Jendryke

Blick hinter die Kulissen einer Theaterbühne mit technischem Equipment, Monitoren und Personal im Halbdunkel.

4 von 5 – Foto: Sebastian Hartmann

Zwei Personen stehen sich auf einer Theaterbühne in einem Büro-Bühnenbild gegenüber und diskutieren, während drei weitere Personen links auf Stühlen warten.

5 von 5 – Foto: Valerie Jendryke

Hinter der Perfektion der Aufführung steckte eine intensive Vorbereitungszeit, die im September des Vorjahres begann. Zweimal wöchentlich probten die rund 40 Darsteller*innen, um die anspruchsvollen Gesangspartien und präzisen Tanzszenen einzustudieren. Begleitet von einem kraftvollen, rund 20-köpfigen Live-Orchester im Graben entstand eine Atmosphäre voller Energie und Spielfreude.

Eine junge Person mit Brille, Kopfhörern und orangefarbenem Haar sitzt konzentriert an einem Cello inmitten von technischem Equipment.

Foto: Valerie Jendryke

Schwarz-Weiß-Aufnahme von drei Musikern, die in einem dunklen Raum Posaune und Trompete spielen.

Foto: Valerie Jendryke

Das Orchester brachte die dynamische Broadway-Partitur mit einer Professionalität zum Klingen, die das Publikum von der ersten Note an mitriss und den emotionalen Tiefgang der Geschichte musikalisch perfekt untermauerte.

Blick aus dem Zuschauerraum auf eine Theaterbühne mit vier Darstellern in festlicher Kleidung und das tiefer gelegene Orchester im Orchestergraben.

Foto: Valerie Jendryke

Gemeinschaftsprojekt mit Herzblut und Präzision

Seit dem Probenbeginn im September investierten die rund 40 Darsteller*innen sowie zahlreiche Helfer*innen hinter den Kulissen unzählige Stunden in die Perfektionierung der Choreografien und des musikalischen Zusammenspiels. Die spürbare Spielfreude des Ensembles und die differenzierte Figurenzeichnung machten deutlich, wie intensiv sich alle Beteiligten mit der Thematik identifiziert haben. Von den farbenfrohen Kostümen, die die Vielfalt des Regenbogens widerspiegelten, bis hin zur detailreichen Lichtgestaltung griff jedes Rädchen ineinander. Diese Produktion war nicht nur eine künstlerische Leistung, sondern auch ein Beweis für den starken Zusammenhalt und die Professionalität, die innerhalb des Vereins gewachsen sind.

Ein Musical-Ensemble in glitzernder Abendgarderobe jubelt mit nach oben gestreckten Armen auf einer Theaterbühne.

1 von 3 – Foto: Valerie Jendryke

Ein Ensemble versammelt sich vor einer Aufführung in einem Raum mit Posterwänden zu einem gemeinsamen Einschwörungs-Ritual mit ausgestreckten Händen.

2 von 3 – Foto: Lena Hogekamp

Eine große Gruppe von Darstellern in festlicher, glitzernder Kleidung steht jubelnd mit erhobenen, gefassten Händen auf einer Theaterbühne unter einer Diskokugel.

3 von 3 – Foto: Valerie Jendryke

Publikumsrekord für die Vielfalt

Trotz des Risikos, ein in Deutschland eher unbekanntes Stück zu inszenieren, übertraf die Resonanz alle Erwartungen: In insgesamt 10 gespielten Shows wurde „The Prom“ zur bisher am besten besuchten Produktion in der Geschichte des Vereins. Die enorme Nachfrage und die positiven Rückmeldungen zeigten deutlich, wie sehr das Thema Identität und Toleranz den Nerv der Zeit trifft

Ein dicht besetzter Theatersaal mit Publikum, das stehend applaudiert, während Scheinwerferkegel durch den dunklen Raum leuchten.

Foto: Sebastian Hartmann

Dieser Erfolg markiert einen historischen Meilenstein für das Junge Musical Leverkusen und unterstreicht die Bedeutung des Erholungshauses als feste Spielstätte. Es bleibt die Erinnerung an eine Produktion, die nicht nur neue Maßstäbe setzte, sondern vor allem Brücken baute und Herzen öffnete.

Eine Menschenmenge auf dem Balkon eines Theaters applaudiert im Stehen, während im Orchestergraben darunter Musiker an ihren Instrumenten zu sehen sind.

Foto: Valerie Jendryke

Mehr über die Produktion

Mehrere drahtlose Mikrofone und sind in einem mit orangefarbenem Klebeband markierten Raster angeordnet, während eine Hand ein Schwarz-Weiß-Foto einer Person auf der rechten Seite des Tisches hält.

Cast

Eine Gruppe von Musiker*innen spielt in einer schwach beleuchteten Umgebung Blechblasinstrumente, wobei ein Mann im Vordergrund die Trompete spielt.

Orchester

Crew

Künstlerische Leitung & Regie
Lisa Kobylorz (sie/ihr)
Musikalische Leitung & Dirigat
David Welfens (er/ihm)
Chorleitung
Felix Schirmer (er/ihm), David Welfens (er/ihm)
Choreographie
Julie Martin (sie/ihr), Verónica Samper Hosie (sie/ihr), Marco Döhmer (er/ihm)
Dance Captain
Verónica Samper Hosie (sie/ihr)
Vocal Coach
Katalin Herres (sie/ihr)
Stage Management
Stefanie Jördens (sie/ihr)
Leitung Bühnenbild
Marco Döhmer (er/ihm), Jost Niemann (er/ihm)
Leitung Kostüm
Anika Peters (sie/ihr)
Leitung Requisite
Alina Maybauer (sie/ihr)
Leitung Maske
Jeannine Engelen (sie/ihr)
Leitung Marketing
Malena Gärtner (sie/ihr), Manuel Ihm (er/ihm), Finn Maybauer (er/ihm)

Die Übertragung des Aufführungsrechtes erfolgt in Übereinkunft mit der GALLISSAS Theaterverlag und Mediaagentur GmbH.

Buch
Chad Beguelin und Bob Martin
Liedtexte
Chad Beguelin
Musik
Matthew Sklar
Deutsche Übersetzung
Nico Rabenald